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Old 02.05.2011, 16:56   #61
Valkyr
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Da kriegen Leute Geld, was ihnen nicht gehört, damit sie nicht sterben. Das ist voll total Sozialismus und so und real american values sagen, dass jeder seines Glückes Schmied ist und Eigentum auch Eigentum ist. Sobald dann ein dicker, reicher Republikaner Vergleiche mit Kommunismus macht und Sachen von sich gibt wie "SOCIALISM IS COMING!", kriegen alle Hinterwäldler, Hillbillys und Idioten direkt Panik und sehen schon bildlich vor sich, wie ihnen ihre Dollarscheine aus der Hand gerissen werden.
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Old 02.05.2011, 16:58   #62
Sam Fisher
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Originally Posted by Pate 2 View Post
Damals stand die USA aber im Vergleich zu heute natürlich noch deutlich besser da. Vor allem in Hinblick darauf, dass sich der US Haushalt unter Clinton relativ schnell sogar am Überschuß erfreute.
Stimmt.

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Originally Posted by Chezy View Post
Ich finde es ja ziemlich dumm, dass die sich so hart gegen eine Reformierung ihres Gesundheitssystems wehren. Was ist denn daran so schlimm?
Ganz vereinfacht:

Demokraten -> treten traditionell mehr für die Menschen ein, die es nicht ganz so dicke in der Börse haben.

Republikaner -> nicht.

Obamas Ziel war es, ein solidarisches Gesundheitssystem zu schaffen, ähnlich wie das Unsere. Also die statistisch eher Gesunden oder Wohlhabenden oder beides, kümmern sich mit um die, denen es gesundheitlich oder finanziell oder beides, nicht so gut geht. Das ist für die Republikaner ein rotes Tuch.

Wohl gemerkt: wirklich sehr stark vereinfacht! Es gibt noch viele andere Reibungspunkte. Aber das ist eines der, wenn nicht DAS Kernthema.
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Old 02.05.2011, 17:47   #63
Chezy
Damn son, where'd you find this?
 
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Originally Posted by Valkyr View Post
alle Hinterwäldler, Hillbillys und Idioten
Da frage ich mich aber, sind es nicht grad die, die eher weniger Geld haben und darum nicht versichert sind?

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Originally Posted by Sam Fisher View Post
Ganz vereinfacht:

Demokraten -> treten traditionell mehr für die Menschen ein, die es nicht ganz so dicke in der Börse haben.

Republikaner -> nicht.

Obamas Ziel war es, ein solidarisches Gesundheitssystem zu schaffen, ähnlich wie das Unsere. Also die statistisch eher Gesunden oder Wohlhabenden oder beides, kümmern sich mit um die, denen es gesundheitlich oder finanziell oder beides, nicht so gut geht. Das ist für die Republikaner ein rotes Tuch.

Wohl gemerkt: wirklich sehr stark vereinfacht! Es gibt noch viele andere Reibungspunkte. Aber das ist eines der, wenn nicht DAS Kernthema.
Das dachte ich mir schon. Aber nachdem Obama das alles einführen wollte, waren ja nochmal Wahlen (wenn ich das richtig mitbekommen habe) und die Republikaner haben eine Mehrheit im Senat bekommen. Das heist also, die Amerikaner stehen sich quasi selbst im Weg?
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Old 02.05.2011, 17:57   #64
Sam Fisher
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Originally Posted by Chezy View Post
Das dachte ich mir schon. Aber nachdem Obama das alles einführen wollte, waren ja nochmal Wahlen (wenn ich das richtig mitbekommen habe) und die Republikaner haben eine Mehrheit im Senat bekommen. Das heist also, die Amerikaner stehen sich quasi selbst im Weg?
Sensationell! Fast richtig. Den letzten Satz kann man kaum treffender formulieren.

Nur haben die Republikaner nicht die Mehrheit im Senat, sondern im Repräsentantenhaus. Das reicht aber aus, um die Ideen Obamas zerplatzen zu lassen. Da die Amerikaner ihre Abgeordneten (Repräsentanten) alle zwei Jahre wählen, kann es in der Amtsperiode eines US-Präsidenten dazu kommen, dass seine eigene Truppe im Kongress die Mehrheit einbüßt. Der Kongress besteht aus Senat und Repräsentantenhaus.

//Edit:

Nochmal genauer, falls es nicht jeder weiß (wovon ich ausgehe):

Der Kongress der USA besteht aus Senat (100 Senatoren, aus jedem Staat zwei, werden für sechs Jahre gewählt) und Repräsentantenhaus (435 Repräsentanten, Anzahl je Staat richtet sich nach der Einwohnerzahl, werden für zwei Jahre gewählt), also besteht der Kongress aus 535 Personen. Nach den letzten Wahlen zum Repräsentantenhaus haben die Demokraten die Mehrheit verloren. Derzeit steht es 289 zu 246 für die Republikaner.

Die Philosophie, die sich hinter den unterschiedlichen Wahlperioden verbirgt (zwei Jahre bei den Repräsentanten, vier Jahre beim US-Präsidenten und sechs Jahre bei den Senatoren), ist die, dass die Regierung im Fall des Falles gezwungen ist, sich zusammenzuraufen.

So kann sich kein gewählter US-Präsident wirklich sicher sein, seine Ideen umzusetzen. Ebenso kann aber auch keiner zu einer Art 'Alleinherrscher' werden. Ein US-Präsídent ist zwar immer Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte, aber die Legislative (gesetzgebende Gewalt) ist immer der Kongress.
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Last edited by Sam Fisher; 02.05.2011 at 18:27.
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Old 02.05.2011, 18:35   #65
Valkyr
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Was alles zwar ziemlich sicher macht, aber auch irgendwie lähmt.
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Old 02.05.2011, 19:04   #66
Sam Fisher
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Richtig, vor allem innenpolitisch. Die Republikaner können nun mit ihrer Mehrheit den Demokraten auch nicht einfach ihre Gesetzentwürfe um die Ohren hauen, weil der Präsident das vorher schon mal genannte Vetorecht hat.

Darin besteht auch die Hauptkritik an diesem System: Innenpolitische Reformen können, wenn überhaupt, nur sehr träge umgesetzt werden.

Andersherum macht genau das gleiche System die Amerikaner nach außen so stark. Das System, das zu einem breiten Konsens zwingt, verschafft US-Präsidenten meist ein ziemlich breites Kreuz mit entsprechender Rückendeckung.

Und da für Verfassungsänderungen je 2/3 Mehrheit aus beiden Häusern (Senat und Repräsentanten, und zwar unabhängig voneinander) nötig wären, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass die Amerikaner diesen selbstauferlegten Zwang zum Zusammenhalt jemals aufgeben werden.

Jo, schon bemerkenswert das Ding, das Washington, Franklin & Co damals rausgehauen haben...
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Last edited by Sam Fisher; 02.05.2011 at 19:14.
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