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Alt 18.11.2015, 14:12   #1
Clem_91
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Extrem hohe Handyrechnung

Moin Leute,

wie im Titel schon steht geht es hier um eine extrem hohe Handyrechnung.
Und zwar hat mich gerade mein Vater angerufen und mir erzählt, dass er eine Rechnung in Höhe von Sage und Schreibe 436 Euro bekommen hat.
Erstmal zur Vorgeschichte.
Vor ca. 1 1/2 Monaten hat er sein altes Handy verloren bzw. was ich eher vermute, dass es ihm geklaut wurde. Er hat die Simkarte allerdings sofort sperren lassen, so das damit eigentlich kein Unfug getrieben werden konnte.
Dann hat er sich ein Galaxy S3 geholt. Allerdings hat er keine Internetflat, benutzt dieses aber auch nie und geht nur bei sich Zuhause ins W-Lan.
War da von Anfang an skeptisch, als er mir vom neuen Handy erzählt hat, eben weil er keine Internetflat hat. Hab ihm gesagt, er soll wirklich alles ausschalten, was irgendwie dazu führen könnte, dass sich sein neues Telefon unbemerkt mit dem Internet verbindet.
Vor ca. 3 Wochen habe ich mir das Smartphone dann mal aus Interesse angeschaut und dabei gesehen, dass die Mobilen Daten aktiviert waren. Habe das sofort deaktiviert und gedacht, damit hat sich die Sache..
Und jetzt kommt da auf einmal so ne Rechnung an.

Kann es wirklich sein, dass aktiviertes Internet, auch wenn es nur im Hintergrund gelaufen ist, innerhalb von so kurzer Zeit so eine horrende Rechnung verursacht?

Kennt sich da jemand mit aus bzw. hätte eine andere Idee, woran das liegen könnte?
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Alt 18.11.2015, 14:32   #2
MSC|StalkerGER
Warum ist hier Blut?
 
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Ich Zitier mal vom Rechtsanwalt Thomas Hollweck:

Spoiler für Langer Text:
Bitte richten Sie im Falle einer unberechtigt überhöhten Mobilfunkrechnung umgehend einen schriftlichen Widerspruch an Ihren Mobilfunkanbieter. Schicken Sie den Widerspruch per Einschreiben mit Rückschein ab, und zusätzlich vorab per Fax oder per PDF im E-Mail-Anhang. Es ist wichtig, dass Sie den Zugang beim Mobilfunkanbieter nachweisen können.



Für den Widerspruch haben Sie mindestens acht Wochen Zeit, nachdem Sie die Handyrechnung erhalten haben. Bitte warten Sie nicht bis zum letzten Tag dieser Frist ab, sondern nehmen den Widerspruch so bald wie möglich vor. Das ist wichtig, da Sie dadurch beispielsweise noch rechtzeitig verhindern können, dass der hohe Rechnungsbetrag von Ihrem Konto abgebucht wird.



Machen Sie in Ihrem Widerspruch deutlich, dass Sie die Rechnung bestreiten und daher nicht bezahlen werden. Teilen Sie mit, dass Sie lediglich den berechtigten Rechnungsanteil überweisen werden. Wurde der Rechnungsbetrag schon von Ihrem Bankkonto abgebucht, so können Sie eine Bankrückbuchung veranlassen und anschließend lediglich den gerechtfertigten Teilbetrag überweisen.



Beschreiben Sie in Ihrem Widerspruch genau und ausführlich, warum die Handyrechnung in Ihren Augen überhöht ist. Bitten Sie anschließend Ihren Provider um eine Überprüfung, ob die Rechnung korrekt erstellt wurde, und ob die berechneten Verbindungen tatsächlich von Ihnen aufgebaut wurden. Bitten Sie um die Erstellung eines technischen Prüfprotokolls und um Zusendung eines genauen Einzelverbindungsnachweises. Schließlich setzen Sie Ihrem Anbieter eine Frist von drei Wochen, um die Rechnung zu überprüfen.



Mit einem Widerspruch haben Sie zunächst den wichtigsten Schritt unternommen. Fehlerhafte bzw. falsch berechnete und überhöhte Mobilfunkrechnungen dürfen nicht ignoriert werden, sonst verlieren Sie Ihre Einspruchsmöglichkeit. Mit einem schriftlichen Widerspruch zeigen Sie Ihrem Mobilfunkprovider, dass Sie die zu hohe Abrechnung nicht hinnehmen und um Rechnungskorrektur bitten. Der Anbieter darf Ihnen dann beispielsweise nicht den Anschluss sperren oder die Rechnung an ein Inkassounternehmen abgeben. Auch ein Eintrag in die Schufa ist verboten.



Nachdem Sie den Widerspruch abgeschickt haben, überweisen Sie den berechtigten Teilbetrag der Handyrechnung an Ihren Mobilfunkanbieter, so wie Sie es in Ihrem Schreiben angekündigt haben. Wurde die Rechnung schon von Ihrem Konto abgebucht, so veranlassen Sie bitte eine Rückbuchung direkt über die Bank und überweisen anschließend nur die berechtigten Anteile. Bitte achten Sie darauf, dass Sie mindestens den durchschnittlichen Rechnungsbetrag der letzten sechs Monate bezahlen. Das ist wichtig, damit Sie keine Anschlusssperrung riskieren. Haben Sie einer zu hohen Handyrechnung widersprochen, dann aber den berechtigten Rechnungsanteil überwiesen, und darauf geachtet, dass dieser mindestens so hoch ist wie der Durchschnitt der letzten sechs Monate, kann Ihnen nichts passieren. Der Mobilfunkanbieter darf dann keine Anschlusssperrung vornehmen, er muss den Rechnungswiderspruch hinnehmen, ohne dass Ihnen weitere Konsequenzen drohen.



Im Idealfall erhalten Sie nach kurzer Zeit eine Antwort von Ihrem Mobilfunkanbieter mit dem Hinweis, dass die unberechtigten Rechnungsanteile storniert wurden, und Ihnen eine korrigierte Rechnung zugehen wird.



Erhalten Sie keine Antwort, so halten Sie Ihren Rechnungswiderspruch konsequent aufrecht. Bitte zahlen Sie in keinem Fall die zu hohe Handyrechnung. Ihr Anbieter ist dazu verpflichtet, sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen und Stellung zu dem Widerspruch zu nehmen.



Schreibt Ihnen Ihr Mobilfunkprovider, dass die überhöhte Handyrechnung in Ordnung sei, und fordert Sie zur Bezahlung auf, so nehmen Sie zunächst eine Überprüfung der Ihnen zugesandten Dokumente vor. Mit welchem Argument rechtfertigt Ihr Anbieter die sehr hohe Handyrechnung? Sind diese Argumente korrekt? Was besagt der Einzelverbindungsnachweis? Haben Sie die dort aufgeführten Telefonate, SMS oder Datenverbindungen tatsächlich geführt? Was sagt das technische Überprüfungsprotokoll aus? Teilt es fehlerhafte Verbindungen mit, oder besagt es dass alles in Ordnung sei?



Selbst wenn Ihr Mobilfunkanbieter der Meinung ist, dass alle Verbindungen korrekt berechnet wurden und Sie dementsprechend die zu hohe Handyrechnung bezahlen müssen, sollten Sie dem trotzdem nicht nachkommen. Ist in Ihren Augen die Mobilfunkrechnung nach wie vor unberechtigt, so halten Sie Ihren Widerspruch konsequent aufrecht. Selbst wenn alle Verbindungen richtig auf der Handyrechnung dargestellt wurden, so können zahlreiche rechtliche Gründe gegen die Erstellung einer überhöhten Handyrechnung sprechen. Dazu können Sie weiter unten mehr lesen. Ich empfehle Ihnen, für diesen Fall eine schriftliche Mitteilung an Ihren Anbieter zu richten, mit dem Hinweis, dass Sie Ihren Widerspruch gegen die Mobilfunkrechnung aufrecht erhalten und keine Zahlung vornehmen werden. Teilen Sie mit, dass Sie die berechtigten Teilbeträge auch in den Folgemonaten bezahlen, aber keine Zahlung des unberechtigten Anteils vornehmen. Damit binden Sie Ihrem Anbieter in rechtlicher Hinsicht die Hände und erreichen letzten Endes evtl. doch noch ein Einlenken desselben.



Sie müssen nicht befürchten, dass Ihr Anschluss gesperrt wird. Das ist erst dann erlaubt, wenn Ihr Zahlungsrückstand über 75 Euro liegt, und zwar in Bezug auf berechtigte(!) Forderungen. Haben Sie also, wie oben beschrieben, einen Widerspruch gegen die zu hohen Rechnungsanteile eingelegt, so handelt es sich hierbei um „bestrittene“ Forderungen. Diese zählen nicht zu den 75 Euro. Eine Anschlusssperrung darf auf keinen Fall vorgenommen werden.



Nachdem Sie dieses Schreiben abgeschickt haben, können Sie zunächst einmal in Ruhe abwarten, welche Erklärung das Mobilfunkunternehmen vorträgt. Rechtliche Schritte müssen Sie zu diesem Zeitpunkt nicht befürchten, da Sie einen ordnungsgemäßen Widerspruch gegen eine in Ihren Augen falsche Mobilfunkrechnung eingelegt haben.



Als Kunde besitzen Sie einen Anspruch auf die Erstellung einer fehlerfreien und korrekten Handyrechnung. Erst wenn Sie eine solche erhalten haben, sind Sie zur Zahlung verpflichtet. Bleibt es jedoch bei einer fehlerhaften Rechnung, etwa weil die Erläuterungen des Mobilfunkunternehmens in Ihren Augen nicht nachvollziehbar sind, so müssen Sie auch weiterhin keine Zahlungen leisten.


Hier ist ein Link zu seiner Seite: http://www.kanzlei-hollweck.de/ratge...handyrechnung/
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Alt 18.11.2015, 15:54   #3
Doherty Gang
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Ich weiß zwar nicht was Interneteinheiten ohne Flat so kosten, aber billig ist das bestimmt nicht.
Ich hätte direkt am Anfang aus dem Handy einfach die Internetdaten vom Anbieter gelöscht. Somit hat das Gerät nichtmal die Möglichkeit sich außerhalb des WLANs irgendwo anzumelden.
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Alt 18.11.2015, 17:04   #4
Valkyr
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Zitat:
Zitat von MSC|StalkerGER Beitrag anzeigen
Ich Zitier mal vom Rechtsanwalt Thomas Hollweck:
naja aber die handyrechnung ist ja anscheinend nicht fehlerhaft. die ist hart, aber eine folge von fehlerhafter bedienung des handys und nutzung des vertrags. glaub kaum dass man die anfechten kann.
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Alt 18.11.2015, 17:05   #5
solo
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Zitat:
Zitat von Clem_91
Kann es wirklich sein, dass aktiviertes Internet, auch wenn es nur im Hintergrund gelaufen ist, innerhalb von so kurzer Zeit so eine horrende Rechnung verursacht?
Aktiviertes Internet hat in dem Sinne nichts mit Mobilen Daten zu tun. Die Mobilen Daten werden anders abgerechnet was sehr teuer ist. Definitiv werden aber Packetdaten unbemerkt übermittelt wenn die Option mobile Daten aktiviert ist und dementsprechend kann es auch und meistens wird es auch so zu hohen Rechnungen kommen. Hier mal ein Link von Stiftung Warentest über genau diese Problematik. Auf jeden Fall sollte Dein Vater jetzt schnellstmöglich reagieren und vor allem erstmal Widerspruch einlegen.
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Alt 18.11.2015, 17:50   #6
Clem_91
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Danke schonmal für die Antworten!

Mein Vater hat mir die Rechnung jetzt geschickt und es handelt sich ausschließlich um kosten für die "Internet- und Navigator-Nutzung", wie auf dem Zettel steht.
Die tägliche Datennutzung für Oktober schwankt im Schnitt zwischen 100kb - 2.000kb, und alle 5-6 Tage mal ein Posten mit ca. 5-7.000kb.
Einmal sind auch 20.000kb dabei, was die größte Position darstellt.
Schätze mal, dass das Handy an diesen Tagen irgendwelche Updates oder dergleichen gezogen hat, anders kann ich es mir nicht wirklich vorstellen.
Diese 20.000kb machen btw. alleine schon über 150€ aus. ^^

Leider ist es so wie Valkyr schon sagte, die Rechnung ist nicht fehlerhaft, glaube da gibt es nicht wirklich was zum anfechten.
Er hat das Handy ja einfach ohne Vertrag oder dergleichen gekauft, und seinen alten "Vertrag" einfach behalten und sich nur eine neue Simkarte zukommen lassen, nachdem sein altes Handy verschwunden war, und er die entsprechende Karte sperren lies.
Da hat ihn also niemand über den Tisch gezogen oder irgendwelche Informationen verschwiegen. Unwissenheit schützt ja bekanntlich vor Strafe nicht.

Sehr ärgerlich das ganze, aber immerhin hat er es schon bei der ersten Rechnung gemerkt, sonst wäre das ganze ja immer weiter gegangen..


Hat vielleicht noch jemand irgendwelche Tipps, wie ich das S3 dann komplett vom Internet trenne? Mobile Daten sind ja seit ca. Anfang November schon deaktiviert, jetzt habe ich noch gelesen, dass ich in den Einstellungen vom APN Zugangspunkt ein paar Werte ändern muss.
Hat es sich damit erledigt, oder gibt es da noch etwas?
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Alt 18.11.2015, 17:57   #7
solo
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Zitat:
...ausschließlich um kosten für die "Internet- und Navigator-Nutzung",
Kann es sein das Dein Vater ein Navigationsprogramm auf dem Handy hat und dieses genutzt hat bzw dieses lief? Denn wenn das der Fall ist dann is klar warum so ein hoher Betrag zu stande kommt. Zwecks Update wäre nur dann der Fall wenn die einstellungen für die Updates auf automatisch gestellt sind/wären.

Zwecks Einstellungen vom Galaxy S3 schreib mir ne PM oder schreib mich in Skype an. Hab das S3 auch noch
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Alt 18.11.2015, 21:48   #8
Valkyr
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es gibt navi apps die komplett offline funktionieren. HERE Maps zb, also wenn der ein navi braucht aber kein internet dann gibts da möglichkeiten. mobile daten kann man doch unter "netzwerkverbindungen" oder sowas deaktivieren, da wo man auch roaming ausmachen kann.
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Alt 18.11.2015, 22:20   #9
Clem_91
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Ich fahr den morgen mal besuchen dann kuck ich mir das ganze mal genauer an. Die einzige Navi-App die er benutzen könnte wäre Google-Maps, ich glaube nämlich nicht, dass mein Vater weiß wie man sich Apps runterläd. xD

Und danke solo für dein Angebot, werde mich dann morgen vllt mal melden.
Auch danke an Valkyr für den Tipp mit HERE Maps, falls er wirklich ne Navi App benutzt bzw. bräuchte, werde ich ihm das mal empfehlen bzw. runterladen.
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Clem_91 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2015, 22:21   #10
solo
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Jap das gibts zb auch damals Die Nokia Maps bzw OVI Maps usw. Aber auch bei diesen App sollte man schauen das die Datenverbindungen ausgeschalten sind. Denn einige haben zb die Option bei Fehlender Inetverbindung mobile Daten verwenden.

Generell würde ich alles was senden kann ausschalten. Beim S3 bei Verbindungen/ Netzwerkeinstellungen/Weiter Einstellungen/ Mobile Netzwerke. Da werden zb die Mobilen Daten Daten Roaming ausgestellt. Ein Schritt vorher werden Hotspot usw ausgestellt.Ich würde auch solche Sachen wie NFC, S Beam und DLNA ausschalten. Unter Optionen dann auch Standortdienste ausschalten usw. Und auch bei den Apps die man sich aufs Handy macht immer schauen ob die Daten senden oder empfangen wollen zb durch Updates usw.
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