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Old 25.02.2009, 20:24   #1
Chezy
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Los, nehmen wir die Hardcore-Szene ein!... (Neonazis und ihre Aktionen)

Im Januar 2009 entschied sich Timo Schubert, Schlagzeuger der rechtsradikalen Band "Agitator", überzeugter Neonazi und Betreiber eines rechtsradikalen Versandhauses, den Begriff "Hardcore" als Markenname zu registrieren. "Schön", werden sich jetzt manche denken, doch die Auswirkungen können verheerend sein. Beispiel:

Nehmen wir mal die Band "Nasty", eine Hardcore-Beatdown-Band. Angenommen, sie wollen ein Shirt drucken, mit dem Aufdruck "Nasty: Hardcore Beatdown" (nurn Beispiel, sowas in der Art wird aber häufig gedruckt). So, und jetzt darf dieses Shirt aber nicht verkauft werden, es steht Hardcore drauf und dieser Begriff gehört ja dem Herrn Schubert.

Nun mal eine kleine Definition der Hardcore-Szene... sie ist Anfang der 80er in New York und New Jersey entstanden, und zwar aus der Punk-Szene (welche ja, wie jeder wissen sollte, links ist, also gegen Nazis). Hat sich dann immer weiterentwickelt und heutzutage blüht sie mit vielen Nebengenres richtig auf.

So, und was nun? Wenn Schubert den Markennamen behält, wird es ne Zeit lang keine Hardcoreband mehr geben, die den Begriff auch nur irgendwie verkaufen darf. Und nun zu der Hauptfrage des Threads:

Warum machen die Rechten sowas überhaupt? Sie versuchen hier eine Szene plattzumachen, die seit dem Sturz des dritten Reichs größer und größer und größer geworden ist. Selbst als Deutschland vom Nationalsozialismus regiert wurde gab es immernoch genug Leute, die dagegen waren. Was macht diese Leute dann so blind? Warum verschwenden sie überhaupt ihre Zeit, Menschen zu hassen, die sie nichtmal kennen? Hier kann drüber diskutiert werden.

Im Übrigen wurde auch schon von www.keinbockaufnazis.de eine Aktion gestartet, damit Schubert seine Rechte wieder verliert. Und sie kommen hoffentlich damit durch.

Quelle: http://www.taz.de/1/leben/alltag/art...-rechte-marke/
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Old 25.02.2009, 22:01   #2
Valkyr
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Hardcore ist doch ein ganz normales Wort der englischen Sprache. Seit wann kann man sowas denn als Markenname eintragen, wenn es für so vieles benutzt wird?
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Old 25.02.2009, 22:23   #3
AMD
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Gegen Nazis!

Ich komme ja aus Ostdeutschland und wie viele wissen, ist das ja hier mit den Nazis ein größeres Problem als im Westen.
Die Nazis die man hier so sieht sind nicht nur doof, nein, die sind extrem doof. Sie fühlen sich in der Gruppe vorallem stark und am liebsten jeden anpöbeln um zu zeigen wir sind die Macht.
Jegliches Anzeichen was auf einen Punk hindeutet ist nicht von Vorteil.. man wird sofort dumm angemacht und naja...
Es gibt hier sogar ein Treffpunkt ("Bunker 88" ich glaube der Name sagt alles).

Ich persönlich verstehe es nicht wie man sich freiwillig so einer Meinung anschließen kann aber so wie ich diese Leute sehe, geht es 99% von ihnen nur darum cool zu sein und eine starke Einheit zu bilden. Welcher Nazis kann schon konkrekt sagen welche Ziele die NPD z.B. verfolgt? genau.. keiner !

Ich bin kein Punker oder sonstiges aber Nazis hasse ich zu tiefst weil Leute die NICHTS in der Birne haben aber sich trotzdem wie die größten aufführen kotzen einen förmlich an.


Ich denke auch mal mit Fräulein Schubert ist noch nicht das letzte Wort gesprochen! Für mich als Privat Person ist Hardcore ein normales Wort und er kann mir sowas nicht verbieten für die Bands die Marketing Artikel mit dem Wort Puplic machen wollen ist es natürlich schwerer.
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Old 25.02.2009, 22:27   #4
Carnage
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Geht auch gar nicht. Letztes Jahr im Sommer hatte Michael "Bully" Herbig Rockstar verklagt, weil sein Name (Bully) Titel eines ihrer "bösen" Spiele ist und er das gar nicht gut fand. Damit ist er aber soweit ich weiß nicht durchgekommen, weil Bully im Englischen ein ganz normales Wort ist. Wenn dem so wäre, könnte man ja den Begriff "Ficken" als Markenname nehmen und jede Pornoseite verklagen, die den Begriff verwendet.
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Last edited by Carnage; 25.02.2009 at 22:36.
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Old 25.02.2009, 23:57   #5
Chezy
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Originally Posted by AMD View Post
Gegen Nazis!

Ich komme ja aus Ostdeutschland und wie viele wissen, ist das ja hier mit den Nazis ein größeres Problem als im Westen.
Die Nazis die man hier so sieht sind nicht nur doof, nein, die sind extrem doof. Sie fühlen sich in der Gruppe vorallem stark und am liebsten jeden anpöbeln um zu zeigen wir sind die Macht.
Jegliches Anzeichen was auf einen Punk hindeutet ist nicht von Vorteil.. man wird sofort dumm angemacht und naja...
Es gibt hier sogar ein Treffpunkt ("Bunker 88" ich glaube der Name sagt alles).

Ich persönlich verstehe es nicht wie man sich freiwillig so einer Meinung anschließen kann aber so wie ich diese Leute sehe, geht es 99% von ihnen nur darum cool zu sein und eine starke Einheit zu bilden. Welcher Nazis kann schon konkrekt sagen welche Ziele die NPD z.B. verfolgt? genau.. keiner !

Ich bin kein Punker oder sonstiges aber Nazis hasse ich zu tiefst weil Leute die NICHTS in der Birne haben aber sich trotzdem wie die größten aufführen kotzen einen förmlich an.


Ich denke auch mal mit Fräulein Schubert ist noch nicht das letzte Wort gesprochen! Für mich als Privat Person ist Hardcore ein normales Wort und er kann mir sowas nicht verbieten für die Bands die Marketing Artikel mit dem Wort Puplic machen wollen ist es natürlich schwerer.
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Nunja, man fühlt sich eben stärker wenn man einer Gruppe hinzugehört. Blos blöd, wenn man dann mit der falschen Gruppe aufwächst. In Ostdeutschland scheint das echt heftig zu sein.

Quote:
Originally Posted by Carnage View Post
Geht auch gar nicht. Letztes Jahr im Sommer hatte Michael "Bully" Herbig Rockstar verklagt, weil sein Name (Bully) Titel eines ihrer "bösen" Spiele ist und er das gar nicht gut fand. Damit ist er aber soweit ich weiß nicht durchgekommen, weil Bully im Englischen ein ganz normales Wort ist. Wenn dem so wäre, könnte man ja den Begriff "Ficken" als Markenname nehmen und jede Pornoseite verklagen, die den Begriff verwendet.
Ja, eben. Aber er hat es anscheinend trotzdem geschafft.
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Old 26.02.2009, 05:39   #6
Sam Fisher
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Hardcore sollte im Deutschen nur in Zusammenhang mit Pornographie verwendet werden dürfen. Damit kann ich was anfangen.

Wahrscheinlich hat der Typ, der die Registrierung als Markenname bearbeitet hat, das Wort vorher noch nie gehört. Oder er steckt mit der Truppe unter einer Decke. Nun müssen sich irgendwelche Behörden damit herumschlagen, und die Brandstifter haben, einmal mehr, Öffentlichkeit.
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Old 26.02.2009, 13:45   #7
Tommy Vercetti
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Warum machen die Rechten sowas überhaupt? Sie versuchen hier eine Szene plattzumachen, die seit dem Sturz des dritten Reichs größer und größer und größer geworden ist.
Das ist offensichtlich. Die einen können die anderen nicht leiden und umgekehrt. Jetzt versucht jeder dem anderen eins auszuwischen. Was den Nazis nun gelungen zu sein scheint ...


Quote:
Was macht diese Leute dann so blind? Warum verschwenden sie überhaupt ihre Zeit, Menschen zu hassen, die sie nichtmal kennen?
Geistige Beschränktheit, falsches Umfeld, schlechte Bildung etc.

Es sind im Übrigen die selben Gründe weshalb ungewaschene Punks jeden Tag das Bahnhofsgebäude einer jeden deutschen Großstadt besetzen und meinen gegen das System rebellieren zu müssen. Linke- sowie Rechtsextreme sind für mich der selbe Abschaum der Gesellschaft - nur anders lackiert. Dementsprechend ist es mir wirklich völlig egal wer von beiden nun den Begriff "Hardcore" für sich beanspruchen darf und wer nicht. "Hardcore" bedeutet aggressiv und extrem -ob das nun Linke oder Rechte für ihre Musik verwenden dürfen interessiert mich nicht.

Last edited by Tommy Vercetti; 26.02.2009 at 18:02.
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Old 27.02.2009, 16:32   #8
Toni Cipriani
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Sprache ist ein Kulturgut und kann deshalb nicht markenrechtlich geschützt werden.
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Old 27.02.2009, 18:44   #9
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Originally Posted by Valkyr View Post
Hardcore ist doch ein ganz normales Wort der englischen Sprache. Seit wann kann man sowas denn als Markenname eintragen, wenn es für so vieles benutzt wird?
Genau das frage ich mich auch...

Auf SVZ gehen jedenfalls wieder Kettenbriefe rum mit der Bitte eine mail ans Deutschen Markenamt zu schreiben. (siehe Chezys Link)

@Tommy Vercetti:
Hast du schonmal darüber nachgedacht, dass Linksextreme im Gegensatz zu Rechtsextremen nicht Faschismus, Diktatur und Genozid verherrlichen?
...und so wie es sich anhört, setzt du Punks mit Linksextremen und Linksextreme mit Leuten die Hardcore hören gleich (und Punks und Hardcorehörer wahrscheinlich auch).

Ich kann jedenfalls darauf verzichten als Nazi bezeichnet zu werden, wenn ich sage, dass ich unter anderem Hardcore höre.

aber mal was anderes: Ich würde vorschlagen aus diesem Thread einen allgemeinen Rechtsextremismus/Nazi-Thread zu machen?

Womit ich auch gleich beim Thema wäre.

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, soll der alljährliche Naziaufmarsch zum 1. Mai dieses Jahr in Hannover stattfinden.
Der Aufmarsch soll in der Innenstadt am ZOB starten, am Klagesmarkt (wo jährlich die 1. Mai Kundgebung stattfindet) vorbeiführen und dann nach Linden (traditionelles Arbeiterviertel -> Rotes Linden) führen. Dieser Aufmarsch ist sogesehen eine reine Provokation. Eine Gegendemonstration mit dem Ziel den Naziaufmarsch schon am ZOB zu umzingeln wurde schon verboten; wird jedoch wahrscheinlich trotzdem stattfinden. (z.B. sagte Oliver Förste von der Linken, dass "seine Partei bei der geplanten Umzingelungsdemo mitmachen werde").
Im Vorfeld fanden auch schon mehr als 10 Gegendemonstrationen und Kundgebungen statt.
Naziaufmarsch 1. Mai 2009 in Hannover

Das Hauptziel ist also den Naziaufmarsch komplett zu verhindern oder wenigstens zu erreichen, dass die Nazis es nicht schaffen nach Liden zu marschieren (dazu müssten sie über eine Brücke, die über den Grenzfluss nach Linden führt und auch besetzt werden soll).

Mich würde interessieren, wie ihr zu dem Thema ziviler Ungehorsam oder Einsatz von Gewalt steht um die NPD, Frei Nationalisten etc. daran zu hindern am 1. Mai ihre geplante Route zu gehen.
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Old 27.02.2009, 18:51   #10
Chezy
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Originally Posted by -Anti- View Post
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, soll der alljährliche Naziaufmarsch zum 1. Mai dieses Jahr in Hannover stattfinden.
Der Aufmarsch soll in der Innenstadt am ZOB starten, am Klagesmarkt (wo jährlich die 1. Mai Kundgebung stattfindet) vorbeiführen und dann nach Linden (traditionelles Arbeiterviertel -> Rotes Linden) führen. Dieser Aufmarsch ist sogesehen eine reine Provokation. Eine Gegendemonstration mit dem Ziel den Naziaufmarsch schon am ZOB zu umzingeln wurde schon verboten; wird jedoch wahrscheinlich trotzdem stattfinden. (z.B. sagte Oliver Förste von der Linken, dass "seine Partei bei der geplanten Umzingelungsdemo mitmachen werde").
Im Vorfeld fanden auch schon mehr als 10 Gegendemonstrationen und Kundgebungen statt.
Naziaufmarsch 1. Mai 2009 in Hannover

Das Hauptziel ist also den Naziaufmarsch komplett zu verhindern oder wenigstens zu erreichen, dass die Nazis es nicht schaffen nach Liden zu marschieren (dazu müssten sie über eine Brücke, die über den Grenzfluss nach Linden führt und auch besetzt werden soll).

Mich würde interessieren, wie ihr zu dem Thema ziviler Ungehorsam oder Einsatz von Gewalt steht um die NPD, Frei Nationalisten etc. daran zu hindern am 1. Mai ihre geplante Route zu gehen.
Sind Nazis nicht laut Grundgesetzt verboten? Soweit ich weiß dürfte so ein Lauf garnicht erst stattfinden.
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Old 27.02.2009, 19:07   #11
-Anti-
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Originally Posted by Chezy View Post
Sind Nazis nicht laut Grundgesetzt verboten? Soweit ich weiß dürfte so ein Lauf garnicht erst stattfinden.
Ähm ich will jetzt nicht behaupten, dass ich das Grundgesetz gut kenne, aber die NPD ist doch auch nicht verboten und soweit ich weiß nennt sich die Hauptgruppe "Freie Nationalisten". Außerdem rennen die ja nicht mit Schildern rum auf denen steht "Ich bin Nazi".
und letztes Jahr gabs den selben Spaß doch schon im Hamburg-Barmbek.
btw: Gibs darüber eine wunderschöne Parodie von extra3 über den rechten und linken Schwarzen Block.
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Old 27.02.2009, 19:10   #12
Toni Cipriani
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Quatsch. Schonmal was von Vereinigungsfreiheit gehört? Und ich würde aufhören, die NPD mit Neo-Nazis von der Straße zu vergleichen. Die NPD ist eine nationale rechtsgerichtete Partei, die die Lücken des GG nutzt und somit nicht von vornherein verboten wurde. Denn jede Partei wird vorher auf Verfassungsfeindlichkeit geprüft.
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Old 27.02.2009, 20:42   #13
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Originally Posted by Toni Cipriani View Post
Quatsch. Schonmal was von Vereinigungsfreiheit gehört?
Klar doch. Aber Hakenkreuze öffentlich sind verboten, der Hitlergruß ist verboten, vieles, was die rechte Szene ausmacht ist verboten... naja, aber Hauptsache sie marschieren halt, wa.
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Old 28.02.2009, 16:05   #14
Tommy Vercetti
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@Tommy Vercetti:
Hast du schonmal darüber nachgedacht, dass Linksextreme im Gegensatz zu Rechtsextremen nicht Faschismus, Diktatur und Genozid verherrlichen?
Ach und Stalin war dann also kein Diktator? Und die SED ist ja auch wahnsinnig demokratisch gewählt worden, richtig?
Der Linksextremismus ist nicht im Geringsten besser als der Rechtsextremismus. Links sein wird mMn heutzutage verharmlost. Da kommt eine Partei an, die zu 80% aus Kommunisten besteht und der Protest findet entweder gar nicht statt oder hält sich in Grenzen. Aber wehe es war wieder ein Naziaufmarsch mit 20 Mann in Hintertupfing - dann sind die Medien voll davon und es gibt Protestaktionen ohne Ende. Dadurch bekommen die Rechtsradikalen erst recht ihre Publicity. Sich gegen Rechtsradikalismus einzusetzen ist wichtig, aber kommt mir bitte nicht immer mit diesem Gesülze von wegen "wir sind gegen Nazis, also links". Um gegen Nazis zu sein muss man nicht politisch links sein.


Quote:
...und so wie es sich anhört, setzt du Punks mit Linksextremen und Linksextreme mit Leuten die Hardcore hören gleich (und Punks und Hardcorehörer wahrscheinlich auch).
Okay, so sollte es nicht rüberkommen. Mir ist klar, dass Punks nicht unbedingt linksextrem sein müssen. Gleichzeitig kann man auch nicht sagen, dass Leute, die Rechtsrock hören, zwangsläufig Nazis sind. Mir geht es um folgendes: Eine Punkband, die laut 1. Beitrag von Chezy "links" ist, klagt über Rechtsrocker, die ihnen den Namen ihrer Musikrichtung wegnehmen wollen. Ich sage, dass es mir am Arsch vorbei geht, da mich Linksrocker ebenso kalt lassen wie Rechtsrocker.

Quote:
Ich kann jedenfalls darauf verzichten als Nazi bezeichnet zu werden, wenn ich sage, dass ich unter anderem Hardcore höre.
Wer sollte dich denn bitte als Nazi beschimpfen? Mal abgesehen davon, dass sowieso wenige Leute etwas mit dem Begriff als Musikrichtung anfangen können, weiß doch eh kein Mensch, dass dieser Begriff von einem Rechtsrocker geschützt wurde. Und wenn du sicher gehen willst, schreib doch bei schülervz einfach eine deiner Lieblingsbands in Klammern dahinter
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Old 28.02.2009, 17:05   #15
Chezy
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Ach und Stalin war dann also kein Diktator? Und die SED ist ja auch wahnsinnig demokratisch gewählt worden, richtig?
Der Linksextremismus ist nicht im Geringsten besser als der Rechtsextremismus. Links sein wird mMn heutzutage verharmlost. Da kommt eine Partei an, die zu 80% aus Kommunisten besteht und der Protest findet entweder gar nicht statt oder hält sich in Grenzen. Aber wehe es war wieder ein Naziaufmarsch mit 20 Mann in Hintertupfing - dann sind die Medien voll davon und es gibt Protestaktionen ohne Ende. Dadurch bekommen die Rechtsradikalen erst recht ihre Publicity. Sich gegen Rechtsradikalismus einzusetzen ist wichtig, aber kommt mir bitte nicht immer mit diesem Gesülze von wegen "wir sind gegen Nazis, also links". Um gegen Nazis zu sein muss man nicht politisch links sein.
Der Grund ist wohl, dass die Vergangenheit Deutschlands rechtsextremistisch war. So weiß jeder Deutsche, "aha, Nazis sind rechts!", was soweit ja stimmt. Doch da Deutschland in näherer Vergangenheit (bzw überhaupt, bin mir da nicht sicher) so gut wie nie was mit Kommunismus hatte, fällt das weg. Ich dachte vor 2 Jahren auch, dass es ab dem "Punk" nicht mehr weiter nach links geht. Doch inzwischen wurde ich eines besseren belehrt, und um ehrlich zu sein kann ich Linksextremisten auch nicht so wirklich ab.
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