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Old 09.11.2005, 17:58   #16
Viper Anton
V10 und 8.3L Hubraum
 
Join Date: May 2005
Location: geboren in Karaganda (Kasachstan), wohne jetzt in Neu-Ulm (Donau)
Posts: 290
Das erste mal, wo ich mit dem Tod konfrontiert wurde, war ich 6 Jahre alt.

Mein Onkel, damals 19 gewesen, ist einestages zu uns gekommen. Es war spät und wir wussten nicht, wer da kommen könnte. Dann kommt er - mein Onkel - rein, völlig blutend und hinkend.
Er war in eine große Schlägerei dabei. Keine kleine sondern eine richtige! Es war auf einem abgelegenen schrottplatz, wo niemand wohnt und wirklich nichts, ausser Betonboden und haufenweise Schrott ist.
Es war eine Russen-Türcken Schlägerei, wobei der Begriff Schlacht passender wäre. Mit Schlagstöcken, Messern, Brandflaschen und Pistolen bewaffnet sind ungf. 40 Leute aufeinander losgegangen. Mein Onkel hat mehrere Messerstiche und einen Pistolentreffer, dazu mehrere Schläge auf den ganzen Körper erlitten.
Er kam zu uns rein und meine Eltern haben alles mögliche getan und versucht, konnten die Blutung zwar leicht stoppen, doch die inneren Blutungen sind viel zu stark gewesen.
Er ist in der Nacht gestorben.
Ich hab davor noch ein bisschen mit ihm gerdet und sagte mir später dann, er werde sterben.
Ich hab das nicht gecheckt, weil ich davon keinen Plan hatte, doch aus Instinkt wusste ich, dass es ihm ziemlich scheisse geht, wie der aussah.
Am Morgen kam der Krankenwagen und hat den Leichnahm zur Autopsie mit genommen.

Später haben wir erfahren, dass in der Nacht noch 4 weitere gestorben, oder besser gesagt, getötet worden sind. (komischerweise wurde das von der Zeitung nicht erwähnt und nur durch eine russ. zeitung haben wir das erfahren)

Ich weiss echt nicht, was in die gefahren sein muss, um sich gegenseitig umzubringen, oder warum der selber hingegangen ist.
Das ist auch der Grund, warum ich bei festen handgreiflichkeiten immer das weite suche und die Leute, die ich kenne, mitnehme. Selber zuschlagen könnte ich nur im absoluten Notfall, weil ich im hinterkopf immer meinen Onkel hab und das, was aus einer Streiterei enstehen kann.
__________________
Dann eben nicht!
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Old 09.11.2005, 18:17   #17
BUBBA
Registered User
 
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Join Date: Oct 2005
Location: Wien
Posts: 1,066
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Ich danke schon mal allen für ihre postings... Selbstverständlich richte ich ebenfalls mein Beileid an alle die hier erwähnt wurden und werden. Wenn man jemanden verliert, sei es der Bruder oder die Großmutter, dann stellt man sich mehrere Fragen. Allen voran das Wieso? Eigentlich meistens mit zynischem Beigeschmack leicht, anhand medizinischer Erklärungen zu Erläutern, jedoch ist mit diesem "Wieso" die Selektion gemeint, die irgendjemand oder irgendwas durchführt. Warum gerade derjenige stirbt, wird nie beantwortet werden... Ich bin nicht gläubig und werde es auch nicht... Genau deswegen...

Und genau da setzt mein Problem an. Vor ca. 2 Monaten war ich in Wr. Neustadt unterwegs. Ich trinke nie wenn ich fahre, aber andere hatten das Standardproblem: Diskobesuch - Alkohol - kein Geld fürs Taxi.....

End of the story: Der Abend endete mit 2 Toten, die ich zwar vorher nicht kannte, aber im Laufe des Abends kennenlernte.... Hatten laut GM 1,4 Promille im Blut! Hab nicht wirklich darauf geachtet ob sie trinken und dann mit dem Auto fahren, da das nicht meine Aufgabe ist.... Ich lernte sie nicht kennen als sie schon Tot waren (!)... für alle die sich das gerade fragen...

Und nun... Sind es die Menschen überhaupt wert, das man ihnen hilft? Ich habe es satt, immer der Spielverderber zu sein, der Laschi der nie trinkt und nie lange fort bleibt.... Aber ich lasse mir lieber solche Kommentare gefallen, als meine Mutter nachts von der Polizei wecken. Ich habe es aufgegeben mir Sorgen zu machen.... ich flache emotional immer mehr ab und das macht mir Angst! Belehrende Sätze meinerseits gehören der Vergangenheit an.....

Denn jeder soll das für sich selbst entscheiden. Es gibt nur NICHTS Dümmeres als am Steuer eines Fahrzeugs zu sterben, wenn es vermeidbar ist....

In diesem Sinne nochmals Danke!!!!!
__________________
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Old 09.11.2005, 18:24   #18
Arti!
#Maggot
 
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Join Date: Jun 2005
Location: Over the hills and further away
Posts: 575
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Originally Posted by SADIC
Zum Schluss möchte ich den Leuten hier, die bereits jemanden verloren haben mein Beieid aussprechen.

Vielen Dank Sadic.
Hätte ehrlich gesagt so was nie von dir gedacht das du das machst!

Ich hätte nie gedacht das hier im Forum "viele" (also mehr als ich es gedacht habe) ihre Liebsten verloren haben.
Und es tut mir für jeden Leid der Ein Familienmitglied oder Freund oder Freundin oder bekannten, irgendjemanden Verloren hat, ich weiß wie schlimm das ist.
Aus diesem Grund hasse ich auch die Schießereien in meiner Gegend durch die ich meinen Bruder verloren habe.
und aus diesem Grund werde ich mir auch niemals eine Waffe besorgen und ich bin auch Generell gegen Gewalt und ich hasse es einfach wenn sich jemand streitet obwohl es einfach nicht sein sollte oder man es auch umgehen könnte.
selbst wenn’s nur um den Musikgeschmack geht, egal ob jemand weiß oder Schwarz ist, Deutscher oder Japaner, klein oder groß, aus jedem kleinsten unterschied kann es zu einem Großen Streit kommen wodurch dann sich viele Leute gegen einen stellen.
__________________
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Old 09.11.2005, 18:44   #19
Showbiz
Ehrenmitglied
 
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Join Date: Aug 2004
Location: Aargau
Posts: 5,581
Als ich mit 20 Monaten am Herzen operiert wurde, war auch ein Risiko da, dass ich das nicht überleben werde. Heute berührt mich diese Operation nur gering.
Ich denke nur ab und zu nach was wäre wenn die Operation schiefgegangen wäre. Wenn ich mein Leben einfach nicht mehr weitergeführt hätte, ob dies einen grossen Unterschied auf die Personen hätte, mit denen ich heute lebe. Verwandte, Freunde, Bekannte. Würde das Egebniss vom Leben wie es heute ist, gleich sein oder habe ich sie zu einigen Entscheidungen er/entmutigt? Was wäre anders? Wie habe ich die Personen mit meinem Leben beeinflusst? Was habe ich geändert?
Fragen über Fragen die mir niemand beantworten kann.

Wenn jemand die Diagnose wissen will und verstehen kann, bitte: St. Fallot-Totalkorrektur mit Resektion Infandibulärer Pulmonastenose und VSD-Patch-Verschluss am 30.11. 1987
Showbiz is offline   Reply With Quote
Old 09.11.2005, 19:26   #20
MOD
Ex-Supermoderator & Ehrenmitglied
 
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Join Date: Feb 2003
Location: Da schene Menga
Posts: 2,626
Der Tod. Was denke ich über den Tod? Ich denke, dass der Tod kein Ende ist, sondern tatsächlich ein Anfang. Natürlich ist das eine Frage des Glaubens. Ich glaube aber nicht an die Widergeburt oder etwa an den Himmel und die Hölle im eigentlichen Sinne. Ich weis nicht, wie ich es beschreiben soll. Ich denke, wenn man sich bewährt und vom irdischen Leben Abschied genommen hat, kann man in irgendeiner Weise neu anfangen. Es gibt in dem Sinne kein Nichts.

Ich war bis jetzt bei einer Beerdigung. Ich war eigentlich nicht traurig darüber, das die Person verstorben ist, denn - so wie ich geschrieben habe - glaube ich eben, dass dieser Mensch auf einer höheren Ebene neu Anfangen kann. Das Einzige was mich traurig machte, war die Traurigkeit, die von den anderen ausgestrahlt wurde.

Ich beschäftige mich eigenltlich jeden Tag mit dem Tod.

Ich weis, der Beitrag war einer der kürzeren hier, aber ich denke, es sollte meine Gedanken wiederspiegeln.
__________________
Dead as fuck.
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Old 09.11.2005, 20:56   #21
Toni Cipriani
Registered User
 
Toni Cipriani's Avatar
 
Join Date: Sep 2004
Location: Plauen
Posts: 3,301
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Man bedenke aber, dass die Buddhisten keinesfalls erleuchtet werden wollen, um wiedergeboren zu werden. Die Wiedergeburt ist ein ewig wiederkehrender Fluch in einer anfangs- und endlosen Kette. Die Erleuchtung soll nur die Ausgliederung bewirken. Bisher hat es nur einer geschafft.
Ich bin auch nicht gläubig, doch mich interessieren die verschiedenen Vorstellungen verschiedener Religionen und Völker des Ablebens.
Auch ich grüble lange über Fragen, welche erst nicht hinterfragungswürdig erscheinen. Ein bisschen Aberglaube hat jeder. Ich bin mir nicht schlüssig, was ich glauben soll. Zum einen existiert die Vorstellung, dass man geht, wie man gekommen ist. D. h. man bewegt sich wieder zurück bis zum Punkt seiner Entstehung und verschwindet dann. Oder das alles hier ist nur die Schule in der wir unseren Geist formen und bilden für das Danach. Vielleicht gibt es aber auch verschiedene Ebenen auf der Welt, welche uns bis hierhin völlig fremd sind und wir einfach noch nicht um die Ecke schauen können. Letztendlich sind es alles nur Vermutungen und man wird nie herausfinden, was einen erwartet. Woher weiß die Blume, dass sie blühen wird, wenn sie nichteinmal weiß, ob es eine Sonne gibt?
Doch im Angesicht der heutigen Welt stelle ich mir seit neustem fast täglich die Frage, ob nicht die Menschen, die in Anstalten ihr Dasein fristen, die Normalen oder wir, die einem geregelten Tagesablauf folgen, sich um ihre Zukunft kümmern und tagtäglich den News im Fernsehen lauschen, die normalen Menschen sind. Und, ist es überhaupt klug darüber zu entscheiden ob es normal und unnormal gibt?
Toni Cipriani is offline   Reply With Quote
Old 02.01.2006, 21:37   #22
Mondragon
Ersguterjunge
 
Mondragon's Avatar
 
Join Date: Feb 2005
Location: Nähe Wien/Schwechat Musik: Deutsch Rap
Posts: 2,218
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ich mach mir um meinen tod eigentlich keinen gedanken ich finde es nur schlimm wenn ich leiden müsste oder ich vor meinen eltern stirb das wäre sicher ein schock für sie
ich weiß wie es ist wenn an wemm verliert ein guter freund von mir ist im september gestoren mit 16 jahre darum höre ich das lied von green day nicht gerne das heißt "weak me up when september ends" da muss ich immer an in denken sonst ist eigentlich von den verwanten und so noch keiner gestorben ausser mein opa vor 6 jahren
auch mein beileid an alle die jemanden verloren haben
an alle die nicht mehr bei uns sind
RUHET IN FRIEDEN
__________________
Wird gerade neu gemacht
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