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Old 16.08.2011, 00:33   #1
Showbiz
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Allgemeiner Videogames-Thread

Liebe Community
Lieber User


Wann ist ein Spiel eigentlich wirklich gut?

Grafik?
Schwachfug.

Story?
Blödsinn.

Sound?
Firlefanz.

Atmosphäre?
Bullshit.



Nach diesen Kritiken werden heute Spiele geprüft. Nicht nur von den
Spielemagazinen sondern auch, und vorallem, von dem Gamer selbst. Dir.
So passt sich der Markt Deiner Anspruchslosigkeit an. Man kann immer
wieder und wieder die selbe Scheisse produzieren, diese im Detail ändern
(und ja natürlich auch verbessern) und Du kaufst es. Praktisch jedes
Produkt der Gamedesigner könnte ein Sequel von sämtlichen Konkurrenten
sein. Hat man ein Spiel einer Kategorie gesehen, hat man sie alle gesehen.
Die Shooter sind hier das Paradebeispiel. Der erste Shooter, Wolfenstein 3D
war in den frühen neunziger Jahren produziert worden. Später wurde es
von Doom, mit messbaren Unterschieden perfektioniert worden.
Heute werden jährlich mehr Shooter veröffentlicht als ich Haare in der Nase
habe. Natürlich ist in so einer kurzen Zeit keine wirklichen Fortschritte
machbar, also sind sie alle eine billige Kopie einer Kopie, mit margialen
Unterschieden und Verbesserungen. Ihr kauft es, bestätigt und belohnt den
denkfaulen und risikoscheuen Gamedesigner. Man sprüht einen Sack voll
Scheisse mit einem Ginsengwässerchen ein und stellt es in die Regale.
Es ist nicht der sogenannte Casual-Spieler der den Markt zerstört, sondern
der Core-Gamer, Du.

Früher hat man versucht eine eigene Kategorie zu erschaffen und ging
Risiken ein. Man erfindete etwas das nirgendwo rein passte. Man hatte
Ideen. Man hat Spiele erschaffen die man wirklich eine kleine "Revolution"
schimpfen konnte. Keines glich dem anderen. Wenn man doch eine andere
Idee kopiert hatte, hatte man diese gründlich verbessert, sodass man dies
nur schwer eine Kopie nennen kann.

Die heutigen Spiele der meisten Grosskonzerne sind voller Müll. Der
Kern - Das Spiel - wird völlig ausser acht gelassen. Man kriegt
Fotorealistische Grafik vorgesetzt, eine Story die einem den Atem raubt,
realistische Sounds und Musik die einen aus den Schuhen haut und man
lässt uns mit minutenlangen Zwischensequenzen und gescripteten
Ereignissen vergessen, dass wir eigentlich in unserem Sessel sitzen und
nicht mit dem Gewehr in einem Schützengraben um unser Leben und die
unserer Kameraden kämpfen.
Ich frage Dich: Was soll der Trubel? Wieso werden solch kostbare
Ressourcen für solch schmückenden Kram verschwendet vergisst aber,
dass man eigentlich keinen Hollywoodschinken sondern ein Videogame
entwickelt? Wo bleibt die Interaktivität? Wo bleibt das Spiel?


In diesem Sinne:


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