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Old 19.04.2006, 21:21   #10
Tommy Vercetti
dreaming of vice city
 
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Originally Posted by Toni Cipriani
Was für ein Jammer.

An was glaubt Albert? Obwohl ich der Meinung bin, dass jeder Mensch im Innersten teilfolglich an alles glauben müsste, woran man glauben könnte, glaube ich im ergreifbaren Rahmen an so ziemlich gar nichts, außer an mich und an das, was ich selbst sehe. Ich bin ganz ich, wobei es fast schon paranoid ist, heute so etwas zu behaupten, habe selbst die Macht über Existenz und Nichtexistenz in der Hand, entscheide, walte und handle, wie es mir passt und wie ich es für richtig halte. Ich tue nicht das, was keiner mir sagt, bin so frei und verspotte unsichtbare, imperative Götterfiguren und deren Gründer und Untertane, obgleich sie mir egal sind. Immerhin ist das Sicherste gerade gefährlich genug, um unterzugehen.
Hat man sich schon gefragt, ob wir das Leben nach dem Tod bereits leben?

Kurzum: Du bist dein eigener Gott.
Ich weiß von dir, dass du nicht viel vom Glauben hältst. Ehrlich gesagt denke ich da auch eher rational und lebe mein eigenes Leben nach den Regeln, die uns die heutige Gesellschaft vorgibt. Aber trotz allem habe ich meinen Glauben an Gott nie aufgegeben. Sicher, wenn man es von der wissenschaftlichen Seite betrachtet besteht kein Zweifel an der Nichtexistenz Gottes, aber Jan hat es in einem anderen Thread schonmal sehr treffend forumliert: Wir können, auf Grund unseres limitierten Verstandes die Existenz Gottes nicht ausschließen und du auch nicht, Toni.
Und gerade weil unser Verstand so klein ist und wir für so viele Dinge keine Erklärung haben gebe ich meinen Glauben an Gott nicht auf. Ok, ich renne nicht jeden Sonntag in die Kirche. Um ehrlich zu sein besuche ich vllt zwei- bis dreimal im Jahr einen Gottesdienst. Ein anderer Christ würde jetzt lachen und mich als Nichtgläubigen hinstellen. Meiner Meinung nach muss jedoch jeder selbst über seine Art des Glaubens bestimmen können und nur weil ich nicht ständig in die Kirche gehe heißt das nicht, dass ich ungläubig bin. Mag sein, dass diese ganze Religion und Gott eine einzige Lüge sind, aber fest steht, dass der Glaube an Gott vielen Menschen Kraft und Hoffnung gibt. Und solange der Glaube diese Eigenschaften besitzt und somit das Leben für viele erträglicher macht, ist er etwas wunderbares.
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